Usability macht sich bezahlt.
Zusätzliche Ausgaben für die Evaluation einer Website, ist das denn notwendig? Die Gestaltung einer Website ist doch schon teuer genug. So oder ähnlich wird sicher häufig gedacht.
Doch haben Sie sich schon einmal überlegt, wie viel Sie eine nicht auf die Zielgruppe zugeschnittene und auf Usability optimierte Website kostet? An verlorenen Kunden, an Image und nicht zuletzt an mangelndem Geschäftserfolg.
Oft lassen sich die Auswirkungen fehlender Usability nicht genau beziffern. Anders bei Online-Shops: Allein im ersten Quartal 2005 wurden 1,88 Milliarden EUR Umsatzpotenzial von deutschen Online-Shops durch Bestellabbrüche verschenkt (novomind, 2005). Eine steigende Konversionsrate - Prozentsatz der Besucher, die in Käufer umgewandelt werden - nach Optimierung einer Site gibt genaue Auskunft über den Return on Investment (ROI).
Nielsen (2003) untersuchte in einer Studie bestehende Websites, bei deren Redesign Usability berücksichtigt wurde. Er fand heraus, dass die Konversionsrate im Durchschnitt um 100 Prozent anstieg. Allgemein empfiehlt er zehn Prozent des Projektbudgets für Usability zu investieren.
Gerade wenn die Evaluation von Usability bereits in einer frühen Entwicklungsphase eines Projektes eingesetzt wird, werden zum Teil enorme Entwicklungskosten gespart. Fehler werden nicht erst am Ende, kurz vor der Implementierung entdeckt, sondern bereits in der Konzeptionsphase. Der Aufwand für notwendige Änderungen wird dadurch gering gehalten und der Zeitplan kann eingehalten werden.
Nielsen, J. (2003). „Return on Investment for Usability“.
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